Feeds:
Artikel
Kommentare

die ich über XING kontaktiert habe, hat sich gemeldet.

Noch keine Ergebnisse, aber sie hat eine Zwischeninfo geschickt. Sie war mehrere Wochen gar nicht in der Agentur, weil sie eine schwere Lungenentzündung hatte. Nun staut sich natürlich die Arbeit auf ihrem Tisch, die Arme.

Sie hat mir aber versprochen, dass sie sich Baby Eins und Zwei so schnell wie möglich ansieht. Sie ist wirklich eine Nette.

Dann habe ich – wie ein Glühbirnchen über meinem Kopf – die Eingebung gehabt, Baby Eins an den Sauerländer Verlag zu schicken. Keine Ahnung, warum, aber ich werde diesem Bauchgefühl einfach folgen. Morgen geht es in die Post, hab schon alles vorbereitet.

Zur Zeit komme ich wegen anderer Projekte leider nicht so zum Schreiben, wie ich gerne möchte. Ich werde in absehbarer Zeit meine Halbtagsstelle aufgeben müssen, ich komme nicht mehr nach.

Außerdem habe ich Sehnsucht danach, meinen Roman weiterzuschreiben.

Ich würde ja sagen: warum muss man schlafen? Aber: ich schlafe so gerne :-) Und meine sieben Stunden brauche ich schon.

Habe heute Baby Eins und Baby Zwei an die nette Literaturagentin geschickt, die ich über XING kennengelernt habe.

Ich wollte ihr auch Entwürfe für Baby Drei mitschicken, aber das ist ein Fotobuch-Projekt und ich bin immer noch nicht richtig glücklich mit den Probefotos, die wir bisher gemacht haben.

Jetzt im Urlaub wollen wir da nochmal drangehen. Es hat hiermit zu tun:

leine

Mal sehen, ob wir da jetzt weiterkommen. Nun schaut sie sich erstmal Baby Eins und Zwei an und Baby Drei lassen wir in Ruhe entstehen. Zumal Baby Zwei ja noch im Wachstum ist (bin aber schon sehr zufrieden).

[Die Katzen hier im Haus machen mich gerade wahnsinnig und ich überlege, ob ich nicht ein Katzenbuch mache... die Hämmer, die die sich hier liefern, sind sensationell.]

Hatte ein schönes langes Telefonat mit Claudia Fries, die mir viele gute und nützliche Tipps gegeben und mir interessante Einblicke hinter die Verlagskulissen gewährt hat. Die Wellenlänge stimmt jedenfalls zwischen uns und wenn Baby Eins bei einem Verlag in die Auswahl kommt, werde ich auf jeden Fall versuchen, dass Claudia Fries es illustriert.

Habe ihr Baby Zwei geschildert und sie sieht da eher eine Bilderbuchreihe als eine einzige, längere Geschichte. Hmmmm…. auch nicht schlecht. Mal schwanger damit gehen.

Zudem hat sie mich noch den Namen einer Agentin genannt, die ich noch nicht kannte: Michaela Hanauer. Die habe ich gesucht, gefunden und gleich angeschrieben. Sie schrieb auch schnell zurück, dass sie sich meine Ideen gern anschaut, ich soll ihr schicken, was ich habe.

Hat mich aber auch gleich vorgewarnt, dass sie erst im Dezember zum Ansehen kommt, da sie im Moment noch Buchmesse nacharbeitet. Kann ich mir vorstellen, die Literaturagenten haben ja inzwischen ein ganzes Stockwerk für sich. Scheint wie Claudia Fries eine ganz natürliche, sehr nette Frau zu sein, so kommt sie rüber.

Wir werden sehen – Erfolg hat auch viel mit Sturheit zu tun, hat mal ein Maler gesagt (weiß leider den Namen nicht mehr). Einfach dranbleiben und weitermachen. Macht ja auch Spaß.

Woo-hooo! Ich habe vor einer Weile meine Liebings- und Wunschillustratorin angemailt wegen Baby Eins: Claudia Fries.

Inzwischen mailen wir kräftig hin und her und sie ist grundsätzlich interessiert daran, Baby Eins zu illustrieren. Große Freude, hohe Hüpfer :) )

Wir werden jetzt telefonieren und dann weitersehen, wie wir das organisieren können.

Islandmusik

Warum es so lange gedauert hat, bis ich diese Band entdeckt habe – keinen Schimmer.

Aber: wenn ich endlich die Zeit habe, an den Roman dranzugehen, der auch in der nicht gerade kurzen Warteschleife steht und der zum Teil in Island spielt – dann werden die hier die Hintergrundmusik beim Schreiben geben und mich in Stimmung bringen:

Sigur Rós

Manche Liebe kommt eben erst spät :)

Ich schrub ja, dass ich Baby Eins an verschiedene Agenten verschickt hatte, darunter auch das Scripta Literaturstudio in München.

Und dass ein langer Brief zurückkam, der mein – eigentlich ja schon so gut wie verlegtes! Jaja! – Werk über den Klee lobte, nuuuuur ein paaaar kleeiiiiiine Sachen wären da noch, aber das ist kein Problem, wir haben ja Schreibkurse für Autoren, welch ein Zufall, dass wir die auch anbieten… bla.

Ich habe damals nicht reagiert, jetzt kam wieder ein Brief. Jaaaa… sie wollten sich nochmal melden…. sei ja nun eine Weile her, dass ich mein Manuskript eingereicht hätte… und ich wisse ja: sie wollten mir gern Unterstützung anbieten… ja nee, is klar.

Ich hab dem Herrn eine kurze Mail zurückgeschrieben: „Danke für Ihre wiederholten Versuche, mir Schreibkurse aufzudrängen. Schreiben kann ich, und zwar gut. Was ich suche, ist eine seriöse Agentur. Bitte löschen Sie meine Adresse aus Ihrem Verteiler.“

Buff. Und Ruhe ist. Merkwürdig, nicht?

*g*

In weiser Voraussicht habe ich als erstes Halle 3 angesteuert, da sind die Kinderbuchverlage (und der Lappan-Verlag mit der Uli-Stein-Riesenmaus über ihrem Stand :) ).

Bin systematisch die Kinderbuchverlage abgelaufen und habe mir Bücher angesehen, die von der Textlänge her Baby Eins entsprechen. Und habe mich gewundert – es gibt nämlich recht viele davon, während mir einige Agenten sagten, für diese Textlänge gebe es keine Sparte.

Hab die Mitarbeiterinnen der Verlage gefragt, mit welchen Agenturen sie zusammenarbeiten. Die Antworten waren unterschiedlich. Manche waren erstaunt, weil sie gar nicht mit Agenten arbeiten, manche tun es, nehmen aber auch selbst Manuskripte entgegen.

Ich habe von allen angesprochenen Verlagen sehr nette Informationen und auch Visitenkarten mit Namen der zuständigen Lektoren bekommen. Einige hatten auch Gespräche am Stand, da habe ich einfach Name und Telefonnummer für spätere Informationsgespräche mitgenommen.

Dabei habe ich einen Verlag entdeckt, der mich sehr begeistert hat und den ich bisher nicht kannte: den Moritzverlag. Dort ist ein Buch herausgekommen, das heißt „Als Oma seltsam wurde„, das hab ich mir in Gedanken an meine eigene Oma und ihre Demenz gleich am Stand durchgelesen und war sehr gerührt. Wie prima die das Thema für Kinder aufbereitet haben!

Der Moritzverlag nimmt allerdings keine reinen Texte. Entweder man kann auch zeichnen (ich kann’s nicht) oder man reicht ein gemeinsames Projekt mit einem Illustrator ein. Mal gucken, was sich da machen lässt, ich hab schon eine Idee.

Gesehen hab ich noch Mario Adorf, den ich sehr mag. Paulo Coelho war auch da, aber den habe ich verpasst. Gegen zwei, halb drei habe ich die Flügel gestreckt. Es war für den Donnerstag ungewohnt voll, irgendwann tanzte mir alles vor den Augen, nur noch bunt und bewegt und Stimmengewirr. Da haben wir uns dann in den Zug nach Hause geschwungen. (Für Neil Gaiman wäre ich geblieben, für den wäre ich sogar Samstags hingefahren :) )

Am Wochenende werde ich also nochmal Baby Eins hübsch ausdrucken, Briefe dazu und ab an damit sechs bis acht Verlage. Einfach warten. Und derweil Baby Zwei wachsen lassen.

Buchmesse

War heute auf der Buchmesse, Informationen einholen. Gute Ausbeute. Bericht folgt, Füße sind platt und ich muss jetzt erstmal in die Wanne :) ))

(Mit einem Buch, natürlich!)

Endlich Ruhe

ist eingekehrt. Nach einigen sehr turbulenten Wochen, in denen vieles passiert ist, hab ich jetzt endlich wieder einen einigermaßen geregelten Tagesablauf – soweit man das bei jemandem, der halb angestellt und halb selbständig ist, sagen kann *g*.

Ich hatte angefangen, meine täglichen 1000 Worte, die ich mir als Ziel gesetzt hatte, morgens im Zug zu beginnen. War auch gleichzeitig ein Experiment: ich wollte sehen, ob das sinnvoll ist oder ob die Texte zu flach werden, da man sich im Zug ja nicht so abschotten kann wie zu Hause und die Fahrt ist ja nur 30 Minuten lang.

Hat einige Tage lang gut geklappt, dann wurden die Akkuzeiten des Laptops drastisch kürzer. Erst kackte es nach 20 Minuten ab, am nächsten Tag nach zehn und nun hält es einige Minuten, dann fährt die Kiste runter.

Ein neuer Akku muss also her, kostet 80 Euro *seufz*

Mein Arbeitszimmer ist fast umgeräumt und eine Wand muss noch geweißelt werden. Da drücke ich mich zur Zeit etwas davor, aber ich habe auch so eine klasse Idee für Baby Zwei, dass die Wand noch warten kann :) )

Bin mit dem Buch „On Writing“ von Stephen King durch. Es war ein Genuss und bei einigen Punkten, die er beschrieben hat, hätte ich ihn glatt abknutschen können.

Abgesehen davon, dass der Mann einen sehr trockenen Humor hat (der verständlicherweise in seinen Büchern nicht unbedingt durchkommt), hat er mir vor allem in einem wichtigen Punkt unschätzbar die Seele erleichtert:

PLOT.

Als ich vor Jahren James N. Freys Buch „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ gelesen habe, bin ich schier verzweifelt. Frey ist der Überzeugung, man müsse den Plot vorher komplett stehen haben, jede Figur müsse feststehen. Am besten, sagte er, schreiben Sie für jede Ihre Figuren eine Lebensgeschichte. Dann kennen Sie sie gut und sie wird lebendig.

Sicher, gegen dieser letzte Punkt klingt sinnvoll. Man sollte die „backstory“ seiner Figuren natürlich kennen, um zu wissen, warum und wie sie in bestimmten Situationen reagieren. Aber ganze Lebensläufe? Ich habe mich damals schon schwer getan damit.

Und der Plot: alles vorher genau festlegen, die Kapitel festlegen und was von der Geschichte in welchem Kapitel spielen soll – und dann losschreiben, das rät Frey.

Ich habe damals vor lauter Verzweiflung mein ganzes Romangedöns in die Schublade gepackt, weil ich glaubte, ich sei nicht fähig, einen Roman zu schreiben.

Weil meine Figuren sich selbständig machten, ich mit ihnen stritt und kämpfte, und nur ganz grob eine Ahnung hatte, wie und wo der Roman enden sollte. Aber dazwischen? Einer der Söhne meiner Hauptfigur zum Beispiel, im ganz Geheimen mein Liebling, hat eines Tages beschlossen, dass er das alles ganz anders sieht als ich und sich bewusst in eine Situation bringt, in der der sterben wird.

Ich habe mit ihm argumentiert, gestritten, ich habe um diesen Jungen Rotz und Wasser geheult, aber: er wird sterben, ja. Der Roman ist noch nicht geschrieben und ich trauere um ihn. Ist aber so, fertig. Er ist eine Figur mit einem eigenen Leben und einem eigenen Kopf und nur weil ich ihn ins Leben gerufen habe, kann ich mit ihm nicht machen, was ich will. Und mit den anderen auch nicht, bitte schön.

Das, lieber Herr Frey, hatte ich nicht so geplant in meinem tollen Versucht, den Plot festzulegen und die Kapitel im voraus einzuteilen. Und bei mir klappt ihre Methode nicht, sorry. Ich hatte ja hier schon geschrieben, dass mir das Buch zu analytisch ist.

Stephen King (sagte ich, dass ich ihn knutschen könnte?) sagt, bei ihm entwickelt sich der Plot mit dem Schreiben. Er hat eine Idee für eine Geschichte, er setzt sich hin und schreibt. Der Rest kommt. Irgendwann erwacht er aus seinem Schreibrausch und da steht eine Geschichte. Die tut er erstmal für mindestens sechs Wochen, besser für länger, in die Schublade und, wichtig: er fängt sofort ein neues Projekt an, das möglichst gaaaaanz weit entfernt von dem bisherigen ist.

Irgendwann, wenn er innerlich Abstand hat, holt er das erste Manuskript raus und dann beginnt das Revidieren und Kürzen. Seine Formel dafür, die ich ebenfalls für sehr hilfreich halte:

erster Entwurf – 10% = zweiter Entwurf.

Ich bin unglaublich froh, dass ich auf dieses Buch gestoßen bin, es hat vieles für mich geklärt und mich sehr ermutigt, weil ich sehe, dass man durchaus auf meine Weise schreiben kann.

Das Buch enthält noch mehr Schätze für mich, aber das war das Wichtigste.

Stephen Kings On Writing ist bereits 2000 erschienen (in Deutschland unter dem Titel Das Leben und das Schreiben, auch 2000).

Ich habe gerade die Hälfte gelesen und bin hellauf begeistert. King berichtet im ersten Teil des Buches über seine Kindheit, Jugend und die Zeit, bis er als Schriftsteller bekannt wurde. Er geht dabei sehr schonungslos mit sich selbst um, ist sehr ehrlich und bringt es gleichzeitig fertig, sich selbst auf das Wunderbarste durch den Kakao zu ziehen.

Im zweiten Teil öffnet er die „toolbox“, die er mit der Werkzeugkiste seines Großvaters vergleicht, und packt Tipps und Tricks über das Schreiben aus. King hat mehrere Jahre lang als Englischlehrer unterrichtet und einige sprachliche Feindbilder aufgebaut, die er in diesem Buch mit Lust dahinschlachtet. Ich lese es mit Spaß und Freude und werde mehr berichten, wenn ich durch bin.

Möchte es hier nur als Tipp weitergeben und sagen: fucking brilliant.

Wichtig: zur deutschen Übersetzung des Buches kann ich nichts sagen. Ich lese englischsprachige Autoren im Original, aber wenn ich mir die ersten Sätze der Amazon-Rezension durchlese, macht mir das nicht gerade Hoffnung:

„Warum sollte gerade ich von der Arbeit des Schriftstellers berichten? Wieso war gerade ich der Ansicht, etwas Sinnvolles darüber zu sagen zu haben?“ Diese Fragen stellt sich Stephen King im ersten — von drei — Vorwörtern seines neuen Buches. Nach kurzem Hin-und-Her erklärt er…“

Kein weiterer Kommentar.

Habe mir gerade das Buch „On Writing“ von Stephen King bestellt. Es ist hoch gelobt worden von Wil Wheaton, einem Autor, den ich sehr mag. Und ich liebe es wiederum, Empfehlungen von Lieblingsautoren zu lesen, weil man da oft erfährt, wie so einige Geschichten entstanden sind oder was den eigenen Lieblingsautor geprägt hat. Spannend ist das, finde ich.

Ein Buch über das Schreiben, das mich sehr beeindruckt und auch ein bisschen geprägt hat, ist „Starting from Scratch“ von Rita Mae Brown. Es macht Mut, es ist witzig, informativ und es hat mich dazu gebracht, mir zumindest Grundkenntnisse in Latein zu verschaffen.

Wer es methodisch mag, ist möglicherweise sehr gut beraten mit „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ bzw. „How to write a damn good novel“ von James N. Frey. Ich habe einige sehr gute Ideen und Tipps darin gefunden, aber im Großen und Ganzen ist es meiner Kreativität zu methodisch, sie hat sich beschwert und ich hab das Buch weitergegeben. ;)

Wenn ich „On Writing“ gelesen habe, werde ich hier darüber schreiben. Ich finde es immer spannend, bei Autoren oder anderen Künstlern hinter die Kulissen zu schauen – und zu sehen, dass sie nicht anders mit der Muse zu kämpfen haben als wir kleinen unbekannten Schreiber auch.

Kurzkrimi

So ganz ab und zu nehme ich auch mal an einem Wettbewerb teil – ich bekomme den Newsletter von Uschtrin, der Hinweise auf aktuelle Literaturwettbewerbe aller Art gibt. Es ist selten was dabei, was mich reizt – entweder ist bei den Themen ein regionaler Bezug gefordert oder es gibt Altersbeschränkungen oder es sind Sachen für Theater oder TV-Drehbücher. Oder das Thema ist einfach nicht meins.

Ich habe auch keinen Bezug zu Krimis. Eigentlich. *g* Aber diesmal ist eine kleine Ausschreibung dabei, zu der ich eine der Geschichten einsenden will, die ich in meiner PC-Schatzkiste habe und die noch nie das Licht der Welt erblickt hat.

Hier, das ist ein ganz kleiner, unauffälliger Wettbewerb, aber ich denke, da ist meine kleine Rache-Krimi-Geschichte ganz gut am Platz. Zumal das wohl die einzige Krimi-Sache ist, die ich je schreiben werde, weil, wie gesagt: kein Bezug dazu. (Außer wenn Manfred Krug den Kommissar Stoever gibt, dann sitze/saß ich gerne vor der Glotze :) )

Magisch

Diese hier haben unmittelbar mit Baby Zwei zu tun:

Die Frau, die mich zu Baby Zwei inspiriert hat, ist eine wundervolle Fotografin: Janine L. Thun. Sie hat auch diese Fotos aufgenommen.

Hm hm hm…

Es ist nicht leicht, Agenten mit Kinderbuchvertretung zu finden. Ich habe bei denjenigen, die ich noch gefunden habe, angefragt und die Auskunft bekommen, dass sie entweder für die Zielgruppe 4-7 Jahre nichts machen oder Baby Eins bei ihnen gar nicht passt. Ich frage lieber vorher an, statt beide Seiten mit Post zu belasten, die sinnlos ist.

Aber ich bin im Oktober ja auf der Buchmesse und im Katalog sind alle auf der Messe vertretenen Agenten drin. Die Agenten sind zwar während der Messe nicht ansprechbar, weil sie da nur vorher vereinbarte Termine mit Autoren abwickeln, aber ich habe dann ein dickes Verzeichnis mit Adressen und Sparten und muss mich nicht im Internet wusselig suchen.

Außerdem werde ich da wegen Baby Zwei und Drei gezielt nach Verlagen schauen und einfach mal an den Ständen die Leute ansprechen. Fragen, mit welchen Agenten sie zusammenarbeiten. Ich freu mich drauf, ich liebe die Buchmesse, auch wenn ich hinterher immer komplett platt bin. Immerhin wird es von der Menschenmenge her nicht sooo wild, weil ich an einem Fachtag gehen kann.

Eitelkeit

Habe gerade hier gelesen, dass Zuschussverlage im Englischen den schönen Namen Vanity Publishers haben.

Ich liebe sowas.

Buchpläne

Im Augenblick sieht es hier so aus, als schriebe ich nur Kinderbücher. Um das mal schnell zu korrigieren: nein, da sind auch Romane, die rauswollen und das eine oder Fachbuch möchte auch gern geschrieben werden. Liegt alles nur an der Zeit *seufz*

Es heißt ja immer so großzügig, Geld sei nicht alles oder mache nicht glücklich: auch ich träume den millionenfach geträumten Traum und kann hiermit laut sagen: ich wäre über einen großen Haufen Geld sehr glücklich. Der würde mir nämlich ermöglichen, dass beispielsweise eine nette Haushälterin sich um Sachen wie Wäsche und Putzen und Kochen kümmert. Außerdem müsste ich dann nicht mehr in’s Büro und könnte nur noch schreiben.

Kommt dieser Wunsch irgendjemandem bekannt vor? Neeeiiin, oder???

Da das wirkliche Leben aber anders aussieht und Baby Eins, Zwei und Drei sich gerade in den Vordergrund drängen, sind die jetzt eben erstmal dran.

Baby Eins wird gerade herumgeschickt, Baby Zwei ist in Arbeit und Baby Drei ist eine Sache, die ich mit einem Fotografen zusammen mache. Das geht nur Stück für Stück.

Also, wenn die quengelnden Bälger raus sind die Romane dann endlich auch mal dran sein dürfen, gibt’s hier natürlich auch Berichte von dieser Front. Es sind zwei in der virtuellen Schublade, schon in Bruchstücken vorhanden, aber – siehe oben.

Baumhaus

Am Telefon machte mich heute jemand vom Eichborn Verlag auf einen mir bisher nicht bekannten Kinderbuchverlag in Frankfurt aufmerksam: Baumhaus.

Verlage selbst anzuschreiben halte ich für ziemlich sinnlos, aber die Frau brachte diesen Verlag, ohne dass sie etwas von mir wusste, so bestimmt in das Gespräch ein – sie erwähnte ihn sogar zweimal -, dass ich neugierig wurde.

Ergebnis: sehr sympathischer Eindruck und – traraaa: wer ist bei denen auch unter Vertrag? Meine Wunsch- und Traumillustratorin Claudia Fries.

Ob man nun an „Zeichen“ glauben mag oder nicht – ich hab jedenfalls Baby Eins kurzerhand an die Lektorin geschickt. Kann, wie sie auf ihrer Webseite schreiben, Monate dauern, bis man was hört. Aber der Versuch ist ja nicht strafbar ;)

Linkliste

Ich habe eine Linkliste (Blogroll) angelegt und schonmal spontan die Seiten verlinkt, die mir einfielen.

In der Liste werde ich alles sammeln, was für angehende Autoren Informationen und Austausch bietet. Wird wachsen!

Baby Eins ist auch mein erster Schritt, offiziell ein Buch zu veröffentlichen. Es ist auf privatem Wege erstmal beim Lappan-Verlag gelandet, ohne Umweg über einen Agenten. Lappan macht allerdings nur Bilderbücher, da passt Baby Eins als längeres illustriertes Kinderbuch nicht rein. Aber der Kinderbuchboss war sehr angetan vom Baby und hat mich ausdrücklich ermutigt, mir auf jeden Fall einen Verlag dafür zu suchen.

Die gleiche Rückmeldung kam von der Kinderbuchchefin des Ueberreuter Verlages in Wien, dem Lappan gehört. Sie machen auch Bilderbücher und eher musikalische Bücher, also kein Platz für Baby Eins, aber großes Lob, das mich sehr gefreut hat.

So hab ich einfach bei Herrn Google die ersten vier Literaturagenten gewählt, die ausdrücklich Kinderbücher anbieten. Meine Kommentare dazu sind rein persönliche Erfahrungen, die ich hier weitergebe, und keinesfalls als Evangelium für andere Autoren gedacht!

Barbara Küper

Ein Schlag in’s Gesicht – Frau Küper hat mich amTelefon nicht mal  ausreden lassen und war äußerst arrogant, kalt und abschätzig. Sie hat mich behandelt wie eine lästige Fliege. Auch ihre Mail am Tag danach war im gleichen Ton gehalten und zeigte zudem, dass sie sich nicht mal erinnerte, dass wir am Tag zuvor telefoniert hatten.

Beinahe hätte ich ihr auch noch geglaubt, dass ich mit Baby Eins niemals und nirgends Chancen haben werde, weil „sowas“ schon zigfach auf dem Markt sei. (Ach ja? Merkwürdig, hab ich noch nirgends gesehen, und ich habe gut recherchiert…)

Dann stellte sich aber glücklicherweise heraus, dass das nicht der übliche Umgangston bei Agenten ist. Der besagte Mensch aus dem Privatbereich hat mich aus eigener Erfahrung darauf vorbereitet, dass ich zuerst mal viele Absagen in Kauf nehmen muss. Es werden nur 0,2 Prozent aller eingereichten Manuskripte veröffentlicht, wusstet ihr das?

Die drei anderen Erstversuche, alle per Post:

Susanne Koppe: wäre mein Traum gewesen. Die Absage war sachlich-freundlich. Sie bekommt auf jeden Fall Baby Zwei, das bereits in Arbeit ist.

Anke Vogel: sofortige Absage mit der Begründung, die Agentur sei derzeit überlastet und nehme nichts an. Hinweis dazu auf der Webseite wäre schön, man sendet gerade sein erstes Manuskript doch  mit ziemlich viel Herzblut…

Tjaaa… und dann ist da noch das Scripta Literaturstudio… ich wunderte mich schon über das lange Anschreiben (Brief!), in dem ausführlich gelobt wurde, wie toll der Text und wie begabt ich sei, das sei durchaus eine lukrative Sache, hätte nur noch ein paar kleine Mängel, aber das sei ja bei neuen Autoren verständlich… uuuund… welch ein Zufall, Scripta bietet ja auch Autorencoachings an, die ich buchen könnte… haha. Das hat nun mehr als nur ein „G’schmäckle“ und ich bin jetzt sehr vorsichtig mit Agenturen, die auch Schreibkurse anbieten. Diese Agentur gehört definitiv in diesen Bereich.

Und: lukrativ? Hallo?! Wer ist denn bitte so naiv zu glauben, dass man mit dem Schreiben von Büchern wirklich Geld verdienen kann – es sei denn, man heißt Ken Follett oder Joanne Rowling. Nee nee…

Ich werde den Text jetzt einfach weiterschicken. Und derweil unbeirrt an Baby Zwei weiterarbeiten.

Ältere Artikel »